Zur Debatte über die Errichtung eines Taubenschlages auf der Scheibe A in Halle-Neustadt durch die Mitteldeutsche Zeitung (26.08. und 08.09.2021) hat der OVH-Vorstand eine Positionierung formuliert, die auf unserer Vereinsseite unter Positionen nachzulesen ist.
Eine gemeinsame Veranstaltung des NABU Sachsen-Anhalt, der MIBRAG und des OSA.
Bergbaufolgelandschaften besitzen überragende Bedeutung für den Naturschutz. Ihre heterogenen, nährstoffarmen, halboffenen bis offenen Lebensräume beherbergen zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, die in der Normallandschaft keine geeigneten Bedingungen mehr vorfinden. Das macht sie für langfristige Naturschutzmaßnahmen interessant.
Das Gebiet der ehemaligen Schweinemastanlage in Kröllwitz/Lettin ist gekennzeichnet durch einen großen Artenreichtum an Vögeln. So finden hier Wendehals, Pirol und Schwarzkehlchen geeignete Brutplätze. Robert Bonan, Mitglied des OVH, ist in diesem Gebiet schon länger engagiert, er installierte u.a. bisher mehrere gut genutzte Wendehalsnistkästen.
Blick von der ehemaligen Schweinmastanlage auf den Trothaer Hafen
Im Rahmen des seit Monaten laufenden Abrisses der Anlage wurden Ausgleichsmaßnahmen für verloren gegangene Brutplätze festgelegt. In diesem Zusammenhang wurden u.a. Nistkästen für Wiedehopfe und Wendehälse zur Verfügung gestellt. Mitglieder des OVH (maßgeblich Robert Bonan) und engagierte AnwohnerInnen haben in den letzten Tagen auf dem zum Teil beräumten Gelände 4 Kästen für Wiedehopfe und (an den letzten verbliebenen) großen Bäumen 3 Wendehalskästen angebracht. Ein weiterer Wiedehopfkasten wurde auf einem an der Grenze des Gebietes liegenden Privatgrundstück in der Nachbarschaft eines Pferdehofes aufgestellt. Im Rahmen der Renaturierung der ehemaligen Schweinemastanlage, soll im hinteren Teil (an der Grenze zur Kläranlage) ein Hang zur Ansiedlung von Bienenfressern gestaltet werden.
Elke Fiedler und Robert Bonan beim Anbringen eines Wiedehopfkastens Elke Fiedler und Wolfram Riech beim Anbringen eines Wiedehopfkastens
Im Rahmen der Renaturierung der ehemaligen Schweinemastanlage, soll im hinteren Teil (an der Grenze zur Kläranlage) ein Hang zur Ansiedlung von Bienenfressern gestaltet werden.