Mähfreier Mai

Verschiedene Organisationen rufen erneut zur Aktion „Mähfreier Mai“ auf. Was bringt es, den Rasenmäher den ganzen Monat Mai nicht zum Einsatz zu bringen? Nicht nur, dass der Rasen mit den vielen Blüten viel besser aussieht, auch viele Insekten profitieren vom nicht kurz geschnittenem Rasen. Und das wiederum hilft auch vielen Vogelarten bei der Aufzucht der Jungen.

Der Wonnemonat Mai ist für viele Menschen der schönste Monat im Jahr. Es wird wärmer, die Vögel balzen und brüten, Bäume und Blumen grünen und blühen. Die Gartensaison ist eröffnet und traditionell wird nach den Eisheiligen am 15. Mai Gemüse ins Freiland gepflanzt. Auch der Rasen wächst – jeder Halm mehrere Zentimeter in der Woche. Zeit, den Rasenmäher aus dem Schuppen zu holen. Oder auch nicht: Viele Gartenbesitzer verzichten ganz bewusst darauf, im Monat Mai zu mähen – für den Arten- und Naturschutz.

Ursprünglich kommt der „No Mow May“ – der „Mähfreie Mai“ aus England. Dort sind die Rasenflächen oft kurz geschoren und die Halme nicht länger als zwei bis vier Zentimeter. Blüten sieht man nicht. „Denn noch bevor Wildblumen die Chance haben, aus dem Rasen hochzuwachsen und aufzublühen, schneidet man ihnen die Köpfe ab“, sagt Tom Bluth, Natur- und Artenschützer der Deutschen Wildtier Stiftung. Auch bei uns in Deutschland ist der Englische Rasen vielerorts Standard. Nur: „Solche Rasenflächen bieten Insekten und anderen Wildtieren weder Nahrung noch Lebensraum. Oft werden sie nur von uns Menschen genutzt, das ist schade“.

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Kiebitzerfassung 2024

Der Kiebitz ist Vogel des Jahres 2024. Anlässlich dieser Ehrung plant der NABU in Sachsen-Anhalt für dieses Jahr eine möglichst vollständige Erfassung seiner Brutbestände in Sachsen-Anhalt. Ziel ist, möglichst viele Freiwillige für die Untersuchung verschiedener Messtischblattquadranten im Land zu gewinnen. Mehrere Personen können sich dabei auch einen Quadranten teilen. Nähere Informationen findet man auf der eigens erstellten Projektseite des NABU.

 

Ergebnisse der Wintervogelzählung

Die Ergebnisse der Wintervogelzählung sind auf der Website des NABU zu finden. Es ist auch möglich, die häufigsten Vogelarten speziell für Halle aufzurufen.

In Halle fällt im Vergleich zu den bundesweiten Ergebnissen die hohe Zahl an Rabenkrähen auf. Die insgesamt höhere Zahl an gezählten Vögeln lag sicherlich auch an den winterlichen Bedingungen am Zähwochenende, dadurch kamen mehr Vögel in die Gärten an die Fütterungen.

Blaumeise (Bild: Wolfram Riech)

Trauerfeier Joachim Schmiedel

Die Trauerfeier für unser verstorbenes Vereinsmitglied Joachim Schmiedel findet am 10.2.2024 um 14 Uhr im Bestattungsinstitut Hans von Holdt in der Zwingerstraße 6 in Halle statt.

Die Beisetzung wird im engsten Familienkreis in Löbau stattfinden.

Neue Broschüre des LAU in Dessau zeigt Folgen des Klimawandels in Sachsen-Anhalt

Klimawandel in Sachsen-Anhalt: Im Jahr 2100 könnte jeder zehnte Tag wärmer als 30 Grad sein

Mit Hitzeschutz-Anzug, exotischem Gemüse wie Gurken oder Radieschen aus dem gekühlten Gewächshaus und lauschigen 41 Grad am Abend – so könnte die 2017 geborene Emilia ihren 80. Geburtstag in Halle (Saale) feiern. Zur gleichen Zeit steht in Magdeburg die Elbe erneut kurz vor dem Austrocknen. Und in Zeitz – von den Einwohnern wegen des mediterranen Klimas mitunter Zeitzilien genannt – geht 2097 für den 17-jährigen Luca ein anstrengendes Klima-Pflichtjahr mit vielen Einsätzen rund um Hitze und Starkregen zu Ende. 

Wie sich das Klima in Sachsen-Anhalt bis zum Jahr 2100 entwickeln könnte, hat das Landesamt für Umweltschutz (LAU) anhand aktueller Klimamodelle in der neuen Broschüre „Der Klimawandel vor unserer Haustür“ dargestellt. Betrachtet wurden dabei zwei Szenarien: „Weiter so“, in welchem der Ausstoß an Treibhausgasen ungebremst fortgesetzt wird, und „CO2-reduziert“, in welchem die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015 eingehalten werden und der Anstieg der weltweiten Temperatur auf 1,5 Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit begrenzt wird. 

Rotschenkel – Lebensraum durch Austrocknung der Feuchtwiesen bedroht. Foto: Wolfram Riech
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