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Ornithologischer Verein Halle e. V.

Buntspecht juv., Halle-Süd (HAL), Juni 2008, T. Stenzel
Buntspecht juv., Halle-Süd (HAL),
Juni 2008, T. Stenzel

Geschichte der Vogelkunde in Halle und Umgebung

1749 und 1755 gab JOHANN CHRISTOPH DREYHAUPT in zwei Bänden seine „Chronik von Halle und dem Saalkreis“ heraus. In ihr finden sich die vermutlich ältesten gedruckten Angaben über Vogelarten in und um Halle. In dem von 1820 bis 1844 durch JOHANN FRIEDRICH NAUMANN aus Ziebigk im Kreis Köthen veröffentlichten zwölfbändigen Werk zur „Naturgeschichte der Vögel Deutschlands“ finden sich auch einige wenige Beobachtungen aus unserer Gegend. Zwei ergiebigere Quellen sind die 1870 von EDUARD BALDAMUS im Halleschen Tageblatt veröffentlichten Beobachtungen „Die in Halle und Umgebung heimischen Vögel“ und die 1871 von EUGENE REY verfasste „Ornis von Halle“.

Obwohl schon 1850 im benachbarten Leipzig die Deutsche Ornithologen-Gesellschaft gegründet und die Zeitschrift „Naumannia“ herausgegeben wurde, dauerte es in der nur 30 km entfernten Universitätsstadt Halle noch 25 Jahre, bis sich die vogelkundlich Interessierten zusammenschlossen. Am 06. Januar 1875 wurde in Halle der „Verein für Vogelkunde“ gegründet. Da er auch überregional sehr großen Zuspruch erfuhr, änderte der Verein noch im Gründungsjahr seinen Namen auf „Sächsisch-Thüringischer Verein für Vogelkunde und Vogelschutz in Halle an der Saale“. 1878 wurde der Verein in „Deutscher Verein zum Schutze der Vogelwelt“ umbenannt, man reagierte so auf den enormen Mitgliederzuwachs aus allen deutschsprachigen Gebieten.

Bis 1912 stieg die Mitgliederzahl des Vereins enorm. Die Vereinsarbeit konzentrierte sich allerdings überwiegend auf die Freude am gemeinsamen Beobachten von Vögeln, auf Vorträge und auf Maßnahmen zum Vogelschutz. Über das Vorkommen und die Verbreitung von Vogelarten finden sich leider nur wenige Belege wie

  • die Veröffentlichungen von OTTO TASCHENBERG über „Die Avifauna in der Umgebung von Halle“ (1893) sowie Nachträge dazu ebenfalls aus dem Jahr 1893 und nochmals 1909,
  • die Berichte „Ornithologisches aus der Umgebung von Halle“ (1895) des Lehrers KARL WENZEL aus Gutenberg im Saalkreis,
  • „Die Fauna Krosigks“ (1908) von RUDOLF NEUBAUR sowie
  • die von OTTO TASCHENBERG bearbeiteten Vögel in der Schrift von WILLI ULE zur „Heimatkunde des Saalkreises, des Stadtkreises Halle und des Mansfelder Seekreises“ (1909).
Eine echte avifaunistische Erkundung des Gebietes ist bis zum ersten Weltkrieg noch nicht dokumentiert. Nach 1918 ließ auch die gesellige Vereinstätigkeit spürbar nach. Schließlich löste sich 1937 der „Verein für Vogelkunde“ auf, um der nationalsozialistischen Gleichschaltung zu entgehen. Auch eine vor dem ersten Weltkrieg gegründete Gruppe des Bundes für Vogelschutz entfaltete später keine öffentliche Wirksamkeit mehr.

Ab 1925 engagierte sich OTTO KELLER ehrenamtlich als Leiter der „Beratungsstelle für Vogelschutz“. Er wurde später hauptamtlicher Referent der Landwirtschaftskammer für die Provinz Sachsen und betrieb eine rege Öffentlichkeitsarbeit auf dem Gebiet des Vogelschutzes. Es gab eine lockere Verbindung der „Kellerianer“ in einer Arbeitsgemeinschaft für Vogelkunde bei der Halleschen Volkshochschule. Eine Vereinsgründung fand vorerst ebenso wenig statt wie schriftliche Aufzeichnungen von Daten der zahlreichen öffentlichen Exkursionen.

Wertvolle Angaben aus der Zeit zwischen den Weltkriegen haben aber JOHANNES KUMMER sen. und jun., ERNST HESSE sowie KURT NILIUS hinterlassen. Sie waren es auch, die gemeinsam mit OTTO KELLER einen neuen Verein gründeten.

Am 15.07.1940 gründete sich in Halle der „Landesbund für Vogelschutz Sachsen-Anhalt e.V.“. Geschäftsführer wurde OTTO KELLER. Eine feierliche Gründungsversammlung fand nachträglich am 18.11.1940 in der Aula der halleschen Universität statt. Der Verein hatte binnen kurzer Zeit 3.000 Mitglieder und überstand sogar das Kriegsende. Da JOHANNES KUMMER sen. seit den letzten Kriegstagen verschollen war und OTTO KELLER im Juni 1945 starb, führte Frau LIES WOLF, die Mitarbeiterin von OTTO KELLER, den Bund weiter und erwirkte beim sowjetischen Kommandanten sogar, dass die Arbeit ab 1947 wieder aktiviert werden konnte. Am 01.09.1950 wurde der Landesbund in den Deutschen Kulturbund eingegliedert. Im Kulturbund änderte der Landesbund am 09.01.1951 seinen Namen in „Arbeitsgemeinschaft Ornithologie und Vogelschutz“. Die AG wurde bis 1955 vom Lehrer PAUL KUCKELT geleitet. Von 1955 bis 1964 leitete der Goldschmiedemeister HEINZ SCHNIGGENFITTIG die zwischenzeitlich zur Fachgruppe umbenannte Gemeinschaft.

Im ersten Jahrzehnt des Bestehens der Arbeitsgemeinschaft und der späteren Fachgruppe lag der Schwerpunkt in der Verbreitung vogelkundlicher Kenntnisse im Kreis der Mitglieder und in der Propagierung von Vogelkunde und Vogelschutz in der Öffentlichkeit. Es nahmen z.T. über 60 Interessierte an den Lehrwanderungen teil, zu den Vorträgen erschienen nicht selten 100 bis 200 Zuhörer. Aus jener Zeit resultiert die gute Zusammenarbeit mit dem Zoologischen Institut der Universität. Der Förderung durch den Kustos Dr. RUDOLF PIECHOCKI verdankt die Fachgruppe die Nutzung von Sammlungsmaterialien und Räumlichkeiten des Zoologischen Instituts sowie viele gehaltvolle Vorträge. Insbesondere nach dem 1952 gefassten Beschluss zur Neubearbeitung der „Ornis von Halle“ setzte eine zielgerichtete Dokumentation von Vogelbeobachtungen ein. Die bisher zur Verfügung stehenden Daten hatten noch eine zu geringe Aussagekraft. Nach 1959 begannen planmäßige Bestandsuntersuchungen in verschiedensten Lebensräumen, u.a. in Auenwäldern, auf Friedhöfen, an den Mötzlicher Teichen, in der Dölauer Heide, an der Saale und in weiteren Teilen der Stadt. Aktiviert wurde das Erfassen und Auswerten auch durch die Mitarbeit der halleschen Vogelfreunde an der Internationalen Wasservogelzählung seit 1956 bis heute.

Am 31.01.1964 wechselte die Fachgruppenleitung von HEINZ SCHNIGGENFITTIG zum Gymnasiallehrer REINHARD GNIELKA. Eine neue Ornithologengeneration gab ab 1960 hektografierte Schnellnachrichten heraus. Z.B. stellte Dr. KLAUS LIEDEL von 1962 bis 1967 eine Fülle von Beobachtungsmeldungen in 25 Nummern der „Schnellnachrichten Saale-Elster-Unstrut“ zusammen. In Regie von Dr. ARND STIEFEL dokumentierten die Ornithologen des ehemaligen Bezirkes Halle ab 1964 tausende Brutbelege auf Nestkarten. Mitglieder der Fachgruppe Halle lieferten seit der Begründung der avifaunistischen Zeitschrift „Apus“ im Jahr 1966 viele Manuskripte und beteiligten sich finanziell und organisatorisch an der Herausgabe dieses Publikationsorgans für die Bezirke Halle und Magdeburg, nunmehr für Sachsen-Anhalt. Ab 1977 übernahm Dr. KLAUS LIEDEL mit dem Band 4 die Schriftleitung des „Apus“, diese verantwortungsvolle Außendarstellung des heutigen Ornithologenverbandes Sachsen-Anhalt liegt noch immer in seinen Händen. Inzwischen erscheint der „Apus“ bereits im 13. Band, zu jedem Band gehören 6 Hefte, dazu diverse Sonderhefte!

Besonders zu erwähnen sind zwei langjährig aktive ornithologische Schularbeitsgemeinschaften, geführt durch die Lehrer REINHARD GNIELKA und HELMUT TAUCHNITZ. In diesen Gruppen wuchs wertvoller Nachwuchs heran.

Ein weiteres interessantes Betätigungsfeld der Ornithologen ist die Wissenschaftliche Vogelberingung. Bereits um 1925 schlossen sich einige „Vogelfänger“, die bis dahin dem Fang von Vögeln zur Käfighaltung nachgegangen waren, den Markierungsvorhaben der Vogelwarten Rossitten und Helgoland an. Daten aus dieser Zeit gibt es nur wenige, da sie meist selbständig arbeiteten, d.h. ohne Kontakte miteinander zu haben. Erst 1939 teilte JOHANNES KUMMER sen. Beringungsergebnisse mit, u. a. von KARL FORCHNER, ERNST HESSE, FRITZ RIMPLER, OTTO KELLER und eigene Daten. Nach dem 2. Weltkrieg verstärkte sich die Tätigkeit. Bis zehn ehrenamtliche Beringer arbeiteten in Halle und Umgebung. Erste zusammenfassende Berichte mit Art und Anzahl der markierten Vögel wurden ab 1962 von einem der damals aktivsten Beringer, KARL FORCHNER, erstellt. Prof. Dr. ARNDT STIEFEL koordinierte die Beringung ab 1970 und verfasste auch die jährlichen Berichte, deren Deckblätter von KURT ROST aus Holleben mit Linolschnitten gestaltet wurden. Die planmäßige Beringung in der näheren Umgebung von Halle und die Mitarbeit an verschiedenen nationalen und internationalen Programmen unterstützen derzeit WOLF-DIETRICH HOEBEL, LUKAS KRATZSCH, UBBO MAMMEN, MARK und ROBERT SCHÖNBRODT, TIMM SPRETKE, TOBIAS STENZEL und HELMUT TAUCHNITZ. Seit 1964 war und ist die Beringungszentrale Hiddensee für die Markierung der Vögel in der DDR und nun für die Neuen Bundesländer zuständig. In der Publikation „Berichte der Vogelwarte Hiddensee“ gehen auch die Daten aus Halle ein. Die Beringer aus Halle kennzeichnen je Jahr etwa 4.500 Vögel.

Seit 1975 erfolgen populationsökologische Untersuchungen an Greifvögeln und Eulen im Stadt- und Saalkreis. Dabei werden die Beringer von GERFRIED KLAMMER, GERALD KRAUSE und MATTHIAS RÜTZ seit Jahrzehnten unterstützt. Die Daten werden dem Europäischen Greifvogel- und Eulenmonitoring zur Verfügung gestellt. Zwischen 1975 und 2006 wurden allein in Halle und im Saalkreis über 2.500 Mäusebussarde, 2.400 Rotmilane und 1.300 Schwarzmilane mit Ringen der Vogelwarte Hiddensee markiert.

Seit 1972 dokumentieren hallesche Ornithologen den Brutvogelbestand im 370 ha großen Küstenvogelschutzgebiet Insel Kirr. Die Insel liegt im Barther Bodden unweit von Zingst. Zu dieser ehrenamtlichen Tätigkeit gehört auch die Information von interessierten Urlaubern, die Kontrolle der Schutzbestimmungen, die Erfassung von Störungen, die Dokumentation der Beweidung durch Rinder und die Beringung von Jungvögeln ausgewählter Arten. Seit 1990 gehört die Insel zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Der Ornithologische Verein Halle e.V. stellt nun, im Auftrag des Nationalparks, weiterhin Vereinsfreunde für die oben genannten Aufgaben. Unter den Initiatoren dieser verantwortungsvollen Vogelwärter-Tätigkeiten sind besonders Prof. Dr. HORST und HELGE SCHEUFLER und Prof. Dr. ARND und CHRISTINE STIEFEL zu nennen. Weiterhin engagierten und engagieren sich seit vielen Jahren TIMM und CORNELIA SPRETKE, WILHELM und LOTTE WISCHHOF, HORST und CHRISTA NAUMANN, ANNETT SCHUMACHER sowie HARALD KRUG und ANNETT BELLMANN.

Im Umfeld der halleschen „Fachgruppe für Ornithologie und Vogelschutz“ konstituierten sich ebenfalls im Kulturbund am 12.02.1968 eine „Fachgruppe Ornithologie Saalkreis“ und am 12.03.1975 eine „Fachgruppe Halle-Neustadt“. Die Saalkreisgruppe leitete KURT ROST und später WILHELM WISCHHOF, die Fachgruppe in Halle-Neustadt ERICH KOCH. Zwischen den Fachgruppen bestanden enge Bindungen, die Zusammenarbeit war jederzeit gut und gedeihlich.

Schritt für Schritt wurde der Beschluss von 1952 zur Neubearbeitung der „Ornis von Halle“ durch planmäßige Erfassungen und Literaturauswertungen in die Realität umgesetzt. 1983 erschien der Band 1 der „Avifauna von Halle und Umgebung“, bearbeitet von REINHARD GNIELKA unter Mitarbeit von TIMM SPRETKE, HELMUT TAUCHNITZ und Dr. BERND REUTER. Schon 1984 folgte der Band 2, bearbeitet von REINHARD GNIELKA unter Mitarbeit von Dr. KLAUS LIEDEL, TIMM SPRETKE, Dr. ARND STIEFEL, HELMUT TAUCHNITZ und WILHELM WISCHHOF. Etwa 3 Millionen Daten von 400 Beobachtern sind ausgewertet worden, darunter 18.000 Nestfunde. Über 20 Jahre Gemeinschaftsarbeit waren notwendig, ehe diese Dokumentation vorgelegt werden konnte.

Dieser Arbeitsstil wurde in den folgenden Jahren qualifiziert und intensiviert. Dazu beigetragen hat auch die Mitarbeit an der DDR-weiten Messtischblattkartierung von 1978 bis 1982/83, deren Ergebnisse später zu einer Feinrasterkartierung auf 1 km² großen Gitterfeldern der Stadtkreise Halle und Halle-Neustadt sowie des Saalkreises ermutigten. 37 Vogelfreunde aus den drei Fachgruppen Halle, Halle-Neustadt und Saalkreis bearbeiteten erstmals flächendeckend von 1983 bis 1986 die 770 km² der drei Kreise und stellten 124 Brutvogelarten fest. Der aus den Kartierungsergebnissen von ROBERT SCHÖNBRODT und TIMM SPRETKE publizierte „Brutvogelatlas von Halle und Umgebung“ (1989) war Teil einer biogeographischen Kartierung der Stadt und ihres Umlandes und diente nicht zuletzt auch der Landschaftsplanung und dem Naturschutz nach der Wende 1989/90.

Als in den „Wendetagen“ der Kulturbund der DDR als Dachorganisation abgewickelt wurde ergab sich die Notwendigkeit eine neue Gemeinschaftsform zu finden. Die drei Fachgruppen aus Halle, Halle-Neustadt und aus dem Saalkreis fanden sich unter dem Vorsitz von REINHARD GNIELKA zur Gründung eines Vereins zusammen. Am 30.01.1991 wurde der „Ornithologische Verein Halle e.V.“ (OVH) gegründet und am 02.10.1991 unter der Nr. VR – 594 in das Vereinsregister beim Kreisgericht Halle eingetragen. Die Gemeinnützigkeit wurde am 21.01.1992 vom Finanzamt Halle-Süd anerkannt. In der ersten Satzung waren u.a. folgende Ziele festgeschrieben: Forschung, Vogelschutz und Öffentlichkeitsarbeit.

Der Verein organisiert jährlich rund 35 Veranstaltungen, darunter Vortragsabende, Ausstellungen und öffentliche Führungen zu allen Jahreszeiten. Noch immer betreuen Mitglieder des OVH in der Brutzeit die Vogelinsel Kirr. Seit 1999 bereichert jährlich ein ganztägiger Vereinsausflug die Gemeinschaftsarbeit und seit 2003 erscheint halbjährig unser internes Mitteilungsblatt, der "Vereinsbote". Die Mitglieder beteiligen sich an regionalen, an deutschland- und europaweiten Projekten und Monitoringprogrammen und unterstützen die Vogelberingung der Beringungszentrale Hiddensee.

Vereinsmitglieder koordinierten und unterstützten die Kartierung der Brutvögel des Südteils von Sachsen-Anhalt in den Jahren 1990 bis 1995, sie wirkten an der Kartierung des Nordteils von Sachsen-Anhalt mit und sind seit 2006 aktiv in das Projekt ADEBAR integriert, in den Atlas deutscher BrutvogelARten, ein Projekt der Stiftung Vogelmonitoring Deutschland für die nächsten Jahre.

REINHARD GNIELKA, Dr. KLAUS LIEDEL, ROBERT SCHÖNBRODT und Prof. Dr. ARND STIEFEL haben sich auch über viele Jahre im Bezirksfachausschuss (BFA) für Ornithologie und Vogelschutz des Bezirkes Halle im Kulturbund engagiert. Von 1969 bis 1990/91 leitete Dr. KLAUS LIEDEL diesen BFA bis zu dessen Auflösung und gehörte zum Gründungsvorstand, der am 06.04.1991 den Ornithologenverband Sachsen-Anhalt e.V. (OSA) aus der Taufe hob. Dr. KLAUS LIEDEL stand dem OSA bis 1995 als Vorsitzender vor, bis 2008 war er weiterhin als Vorstandsmitglied (Schriftleitung des APUS) aktiv. Nachdem REINHARD GNIELKA und ROBERT SCHÖNBRODT 2007 aus dem Vorstand des OSA ausschieden, leitet nun Mark Schönbrodt den OSA als Vorsitzender und Lukas Kratzsch gehört ebenfalls dem Vorstand an. ROBERT SCHÖNBRODT hat 2009 die Schriftleitung des APUS übernommen.

Der Ornithologische Verein Halle ist seit 1991 Mitglied im „Dachverband Deutscher Avifaunisten“ (DDA)“, seit 2001 auch im Förderverein „Numburg“ e.V. (einer Beobachtungsstation am Europäischen Vogelschutzgebiet „Helmestausee Berga-Kelbra“) sowie seit 2001 im Verein der Förderer und Freunde des halleschen Bergzoo“ e.V.

Die Leitung des OVH lag bis zum 25.01.2006 in den Händen von REINHARD GNIELKA, der die Ornithologen in und um Halle damit 42 Jahre führte. Der neue Vorstand unter Leitung von PETER TISCHLER verlieh noch auf der Wahlversammlung am 25.01.2006 an REINHARD GNIELKA die Ehrenmitgliedschaft des OVH. Weitere Ehrenmitglieder des OVH waren die inzwischen verstorbenen Ornithologen KURT ROST und Prof. Dr. RUDOLF PIECHOCKI.

Am 31.01.2007 hat der OVH eine neue Satzung beschlossen. Der Zweck und die Ziele des OVH wurden erweitert auf die Förderung der Vogelkunde und des Vogelschutzes sowie des Naturschutzes. Der Verein fördert auch den praktischen Vogelschutz, die Betreuung von ausgewählten Schutzgebieten, die wissenschaftliche Vogelberingung, ornithologische Kartierungs- und Monitoringprojekte sowie den Biotop- und Artenschutz. Der OVH ist dem Anliegen des nationalen und internationalen Vogelschutzes verpflichtet.


Literatur:

GNIELKA, R. (1983): Zur Geschichte der avifaunistischen Erkundung. In: Avifauna von Halle und Umgebung. Teil 1. Halle, S. 12-14.

GNIELKA, R. (1992): Der Ornithologische Verein Halle e.V. Apus 8 (1), S. 42.

KUMMER. J. (1939): Beitrag zur Vogelforschung von Halle und Umgebung. Zeitschr. f. d. Naturwissenschaften. Halle a. S., 93.Band.

NILIUS, K. (1966): 15 Jahre Fachgruppe Halle. Apus 1(1), S. 61-62.

Robert Schönbrodt


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