![]() Dohle (Coloeus monedula) im Bergzoo Halle, Oktober 2005, T. Stenzel |
Aktuelle Brutreviere der Dohle im Stadtgebiet von HalleNoch im 19. Jahrhundert häufige Brutvögel in den Türmen der Stadt (Rey 1871), waren Dohlen bereits Ende des 19. Jahrhunderts weitgehend als Brutvögel aus Halle verschwunden (Wenzel 1913). Das erste Brutpaar neuerer Zeit stellte sich 1956 an der Moritzkirche ein. Bis 1963 hatte sich in der Altstadt eine kleine
Population von bis zu 12 Paaren etabliert (Moritzkirche, Marktkirche, Universität, Große Steinstraße,
Moritzburg, Universitätskliniken, Wasserturm Nord). Der Bestand war bis in die 1980er Jahre weitgehend
stabil. Zur Brutvogelkartierung 1983-86 wurde im Zentrum von Halle ein Bestand von 12-25 Paaren
ermittelt. Die einzelnen Brutplätze sind in der Regel recht unstet besetzt. Manche langjährigen
Brutplätze sind durch Sanierungsmaßnahmen gefährdet.
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Sammlung von Nachweisen in Halle und Umgebung für ein aktuelles Verbreitungsbild:
Hier ist ein Kartenausschnitt der Umgebung von Halle dargestellt.
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Dohle (Coloeus monedula) B C+D V BP 3 9 1,6 25-60 ![]() Verbreitung der Dohle in Halle und Saalkreis als Ergebnis der Feinrasterkartierung 1983 - 1986 Verbreitungskarte und Kommentar aus: Schönbrodt & Spretke (1989): Brutvogelatlas von Halle und Umgebung |
ehemalige Verbreitung:Originaltext zur Verbreitung um 1983-1986 aus SCHÖNBRODT & SPRETKE (1989):Brutvogelatlas von Halle und Umgebung. Die wenigen Nachweise der Dohle konzentrieren sich im Untersuchungsgebiet auf bereits langjährig
besetzte Brutplätze. Das alte Stadtzentrum von Halle beherbergt etwa 50 % (12-25 BP) des derzeitigen
Gesamtbestandes. Als Gebäudebrüter nisten die Dohlen hier an Türmen oder hohen Gebäuden und nutzen
Mauerlöcher, Simse, Dachkästen, Schornsteine, Schornsteine und ruinöse Bereiche zur zur Nestanlage.
Beispielweise gelangen Feststellungen von je 1-3 BP rund um den Markt, an den Franckeschen Stiftungen,
den Universitätskliniken, der Universitätsbibliothek, am Rat des Bezirkes Halle, am Wasserturm Nord und
an der Moritzburg. Seltener brüten Dohlen an technischen Bauten. In Halle brüten 2 Paare in der
Stahlkonstruktion der Berliner Brücke (L. Müller). Die genannten Brutplätze sind oft sehr unstet
besetzt. Eine positive Bestandsentwicklung ist nicht erkennbar. Von den Türmen unserer Stadt verschwand
die Dohle gegen Ende des vorigen Jahrhunderts fast vollständig. Aus der ersten Hälfte unseres
Jahrhunderts liegen keine Bruthinweise mehr vor; erst ab 1956 stellte sich wieder ein Paar an der
Moritzkirche ein, und bis 1963 hatte sich in der Altstadt die kleine Population auf etwa 12 BP
vergrößert (Gnielka 1983). Der Bestand hat sich bis heute so gehalten. Die Nahrung scheint der
begrenzende Faktor für eine größere Brutpaarzahl zu sein; eventuell soll die Nistplatzkonkurrenz der
allgegenwärtigen Stadttauben auch mit dafür verantwortlich sein.
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